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Tipps für Eltern – Hausaufgaben

lachend-lernen.de Anne E. Gruhn, Tipps für Eltern - Hausaufgaben

Tipps für Eltern – Mach endlich deine Hausaufgaben!

Raus aus dem Streit mit den lästigen Hausaufgaben!

Liebe Eltern,

Sie kennen die Situation nur zu gut. Ihr Kind kommt aus der Schule und nach dem Essen erinnern Sie Ihr Kind das erste Mal an die Hausaufgaben. Ihr Kind verdreht entweder die Augen oder es gibt Ihnen folgende Antwort: “Immer diese blöden Hausaufgaben!” Und schon ist wieder dicke Luft in der Stube.

In einer solchen Situation ist es extrem anspruchsvoll, sein Kind in dieser schwierigen Situation auf sinnvolle Weise zu begleiten und zu unterstützen. Und in solchen Situationen ist es wichtig auf die Ziele zu achten. In diesem Artikel habe ich Ihnen ein paar wertvolle Tipps für Eltern zusammengestellt.

  • Das Kind fürs Lernen so weit wie möglich verantwortlich machen – oder anders gesagt: Ihr Kind soll zum “Boss” seiner Hausaufgaben werden. Meist übernehmen allerdings die Eltern gut gemeint diese Rolle – was dann oft zu Streit zwischen Eltern und Kind führt.
  • Dem Kind positive Motivation zum Lernen geben
  • Dass Sie als Eltern in die Lage kommen, mit Ihrem Kind sinnvolle Strategien für diese und ähnliche Situationen zu entwickeln.

Für Ihr Kind ist es wichtig Hausaufgaben zu machen, sie dienen  dazu, das im Unterricht erarbeitete zu üben, einzuprägen und anzuwenden. Hausaufgaben geben Auskunft darüber, was das Kind verstanden hat und schon kann bzw. wo noch Lücken bestehen. Schulaufgaben erfüllen den pädagogischen Zweck, die Kinder an das regelmäßige, selbstständige und strukturierte Arbeiten zu gewöhnen.

Die Anregungen beziehen sich auf Kinder und Jugendliche die vom schulischen Wissenstand her in der Lage sind, ihre Hausaufgaben zu bewältigen – aber eben keine Lust dazu haben. Bitte berücksichtigen Sie, dass wenn ein Kind mit dem Lernstoff überfordert ist, ein anderes Vorgehen nötig ist. Das Bad putzen macht auch nicht viel Spass.

Viele Eltern meinen, es sei bereits ein Alarm-Zeichen, wenn ihr Kind keine Lust auf die Hausaufgaben hat. Diese Sorge ist unbegründet. Es ist im Leben eines jeden Schulkindes normal, mal keine Lust auf die Hausaufgaben und Lernen zu haben. Das ging Ihnen vermutlich auch mal so. Schliesslich haben wir Erwachsene auch nicht immer Lust, das zu tun, was wir eigentlich tun sollten, wie die Steuererklärung zu erledigen oder das Bad zu putzen. Nur haben wir unsere Strategien, um mit solchen Unlust-Emotionen umzugehen, in dem wir uns z.B. sagen, „wenn ich die Steuererklärung mache, krieg ich Steuern raus“ oder bzgl das Bad-putzen zu uns sagen, „ich mach`s einfach“ oder „dann sieht es hinterher wieder schön sauber aus“. Diese Strategien haben unsere Kinder und Jugendlichen natürlich noch nicht – wir müssen Ihnen dabei helfen, diese aufzubauen.

Negative Emotionen behindern günstiges Elternverhalten

Stellen Sie sich bitte vor, die 9-jährige Tochter Ihrer Freundin Monika sagt: „Ich hab heute keine Lust nauf Hausaufgaben“ oder „immer diese blöde Hausaufgaben“.

Was löst ein solcher Satz, bei Eltern aus, die Sie kennen? Bei vielen eine Art mittlerer Panik. Und wie reagieren diese Eltern dann? Mit emotional vorgetragenen Vorwürfen, mit Drohen, einer Palette an gut gemeinten Vorschlägen usw.

Leider helfen all diese Dinge dem Kind nicht weiter – im Gegenteil. Dieses Vorgehen hat folgende Nachteile:

  • Das Kind erlebt negative Emotionen. Wenn das einmal geschieht, ist das kein Grund zur Beunruhigung. Wenn das allerdings häufig geschieht, dann verbindet das Kind Lernen, Hausaufgaben und Schule mit negativen Emotionen. Und mit der Zeit erlebt es diese negativen Emotionen schon dann, wenn es nur Wörter wie Hausaufgaben und Lernen hört oder ans Lernen und ans Hausaufgaben machen denkt. Und wie reagieren wir – auch wir Erwachsenen – wenn wir an Aufgaben denken, die bei uns negative Emotionen auslösen? Wir versuchen diese Gedanken und Aufgaben zu vermeiden. Kindern und Jugendlichen geht es genauso. Sie schalten automatisch ab oder denken, „nichts wie weg“. Oder sie zögern das Lernen so lange heraus wie möglich oder machen statt dessen alles andere, nur nicht das, was sie aus unseren Augen tun sollten.
  • Das Kind, vor allem Jugendliche, fühlt sich bevormundet – und schaltet dann sofort innerlich auf Widerstand. Selbst wenn seine Eltern noch so gute Argumente ins Feld führen, stossen diese dann auf taube Ohren.Keine leichte Situation für Eltern, die helfen wollen.

Haben Ihnen diese Tipps für Eltern geholfen? Wollen Sie weitere Informationen? Dann schicken Sie mir eine E-Mail an kontakt@lachend-lernen.de oder rufen Sie mich an (07151-169 37 96).

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Anne E. Gruhn

Anne E. Gruhn

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