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wie lernt man richtig – die sensorische Integration

Anne E. Gruhn, lachend-lernen.de

Natürlich lernen -die sensorische Integration

 

Erst die Zusammenfügung aller erhaltener Sinnesreize zu einem sinnvollen Ganzen ermöglichen uns, die Einzelempfindungen zu   deuten und notwendige Körperreaktionen einzuleiten, die uns befriedigen, schützen, nähren, … wie lernt man richtig.

Sie gibt uns eine Vorstellung von uns Selbst und unserer Umwelt. Sie ist die Basis für Wahrnehmung, Verhalten und somit des Lernens, die Grundlage auf dem Wissen, Denken und Kreativität aufbauen können.


Die Lernentwicklung des Kindes

Die wichtigste Phase der sensorischen Entwicklung ist die, in der der Körper die grundlegendsten sinnlichen Erfahrungen und motorischen Bewegungen erlernt.

Sie beginnt wenige Wochen nach der Befruchtung,

  • ist eng mit der Entwicklung der Sinnesorgane verknüpft und
  • ist nach ca. 6-7 Jahren des Sich-Bewegens und Spielens abgeschlossen. (=sensomotorische Entwicklungsphase)

 

 

Lernen ist ein natürlicher Prozess

 

Die Entwicklung der sensorischen Integration verläuft – scheinbar – wie von selbst. Genauer  genommen  sind  das Bezwingen  von  Schwierigkeiten und Herausforderungen und die Aussicht auf Erfolg der Motor zum nochmaligem Probieren.

Die Erfahrungen mit Anforderungen zurecht zu kommen und darauf sinnvoll zu reagieren, machen Freude und Spaß. Diese positiven Emotionen, Erfolg und Spaß-Haben sind der Inbegriff guter sensorischer Integration.

Auf diese Weise wird spielend leicht ein Fundament an grundlegenden Pfaden und Mustern angelegt und organisiert, an dem wir uns ein ganzes Leben lang orientieren und verlassen.

 

Störung der sensorischen Integration

 

Sie sind durch unterschiedliche Faktoren möglich:

  • Reizarmut: mangelnde Stimulation der Sinnesorgane (vor und nach der Geburt)
  • Reizüberflutung “von außen”: z.B. durch Dauerbombardement visueller oder akustischer Reize (Fernsehen, Computer, …)
  • Reizüberflutung “von innen”: wenn körpereigene Hemmimpulse fehlen (Filterung) – zum Teil medikamentöse Behandlung
  • Stress: Schutzmechanismus bei Überlastung (psychischer oder physischer Natur).Interne Vorgänge laufen nicht in gewünschter Form ab.

 

Die Folgen bei einer Störung der sensorischen Integration

 

Eine schwache, schlecht organisierte Integration der Sinne in den ersten 7 Lebensjahren ist oft mit ein Grund für später auftretende Lern-, Verhaltens-und/oder Bewegungsprobleme.

Störungen in der Integration sind (meist) nicht organischer Natur, sondern betreffen die Gehirn-Funktion! Gehirnfunktions-Störungen bedeuten nicht Gehirn-Schaden!

Das Gehirn besitzt eine große Plastizität und Entwicklungsfähigkeit. Es kann Funktions-Störungen durch gezieltes Training und ein abgestimmtes Angebot an sensorischen Erfahrungen kompensieren. „Auswachsen” wird sich eine Störung von alleine mit Sicherheit nicht!

 

Wie kann man die sensorische Integration unterstützen?

 

dieser Entwicklung kann somit von außen positiv unterstützt werden, denn

  • je mehr sinnliche Nahrung,
  • je reichhaltiger die sensorische Umgebung,
  • je mehr  Freiheit, diese auszuprobieren,
  • desto mehr und dauerhafter werden Netze aufgebaut,
  • desto selbstverständlicher läuft die Entwicklung ab und
  • desto problemloser kann späteres, komplexeres Lernen ablaufen.

Das Kind findet all diese Voraussetzungen für eine gute Integration der Sinne im Spiel ! Seine Bedeutung für ein späteres erfolgreiches Lernen ist elementar.

 

Haben Ihnen diese Tipps für Eltern geholfen? Wollen Sie weitere Informationen? Dann schicken Sie mir eine E-Mail an kontakt@lachend-lernen.de oder rufen Sie mich an (07151-169 37 96).

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Anne E. Gruhn

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